Manuelle Lymphdrainage

Entstehung/Methodik

In den 20er und 30er Jahren entwickelte das dänische Ehepaar Vodder aus der Grifftechnik der Massage eine Entstauungsbehandlung, die man heute als Manuelle Lymphdrainage kennt.
Erst 1963 wurde durch die Ärzte Asdonk und Földi, die sich mit dieser Methode wissenschaftlich auseinandersetzten und sie medizinisch dokumentierten, die Lymphdrainage in der Schulmedizin anerkannt.
Seit 1973 ist die manuelle Lymphdrainage in den Heilmittelkatalog aufgenommen.

 

Behandlungsziele/Wirkungsweise

Diese von PhysiotherapeutInnen angewendete Technik aktiviert nd fördert den lymphatischen Abfluss, so dass ungewünschten Wasseransammlungen vorgebeugt werden kann oder diese behandelt werden können.
Das Besondere an dieser Massageform ist, dass sie auf die Anatomie und Physiologie des Lymphgefäßsystems sowie auf die Flüssigkeiten im Zellzwischenraum abgestimmt ist.
Bei der manuellen Lymphdrainage handelt es sich um eine kreis- bzw. spiralenförmige Dehn- und Verschiebetechnik auf der Haut- und Unterhaut mit Gewebsverformung.
Innerhalb der Kreisbewegungen wechseln sich Druck- und Nullphase ab, wodurch man die Arbeits- und Abflussrichtung der Gewebsflüssigkeit bestimmt.
Es wird in einem langsamen Tempo gearbeitet und – wenn möglich – stets schmerzfrei.
Indikation
• chronisch venöse Insuffizienz (chronische Venenschwäche )
• Schwellungen, Ödeme durch einen Unfall oder eine Operation
• akut-entzündliche Schwellungen,
• chron. Polyarthritis
• alle rheumatischen Schwellungen
• Mobus Sudeck
• Schwellungen nach einen
• Schlaganfall
• Schwellungen, die durch Lymphknotenentfernung 
 entstehen (Krebsnachsorge)

 

Empfehlungen

Migräne | Schwangerschaftsödeme | Krebsnachsorge

 

Information

Die Behandlung mit MLD erfordert eine Weiterbildung der Therapeutin mit Prüfung. Die Zertifizierung wird von den Krankenkassen vorgenommen.
Eine manuelle Lymphdrainage erfolgt auf ärztliche Verordnung und ist je nach Krankheitsbild auf 30, 45 sogar 60 Minuten festgelegt.
Dabei ist die Schwere des Krankheitsbildes, der Umfang des zu behandelnden Gebietes sowie eine eventuell notwendige Kompressionsbehandlung durch die Therapeutin maßgeblich.

 

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