Manuelle Therapie

Entstehung/Methodik

Der spätere Begründer der Osteopathie, A.T. Still und der Chiropraktiker D.D. Palmer gelten vor ca. 150 Jahren als Väter der Manuellen Therapie in ihren Ursprüngen. Doch ihre Wurzeln reichen bis in die Antike zurück. In Europa war durch Kritik in den medizinischen Fachkreisen eine Etablierung und Weiterentwicklung erst nach 1945
möglich. Durch Gründungen von Gesellschaften vor allem durch die Orthopäden ist die MT heute etabliert. Die MT ist eine Grundvoraussetzung für die Behandlung von zusammenhängenden Funktionseinheiten des Skelettsystems. Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen werden in Muskeln, Gelenken, Sehnenverbindungen und Bandstrukturen je nach Ursache aufgesucht und behandelt.

 

Behandlungsziele/Wirkungsweise

Mit diagnostischen und behandelnden speziellen Handgrifftechniken, dem Wissen von der Biomechanik des Bewegungssystems und neuromuskulären Zusammenhängen können funktionelle Störungen an Gelenken und deren Umgebung gefunden und behoben werden. Es stehen verschiedene Techniken zur Verfügung:
Traktion: Ein „Zug“ im betroffenen Gelenk in eine schmerzfreie Richtung, um es zu entlasten und eine Herabsetzung der umgebenden Gewebe zu erwirken.
Mobilisation: Wiederherstellung einer gestörten Gelenkfunktion
Weichteiltechniken: Auflösung von Gewebeverspannungen in der Umgebung des gestörten Gelenkes (Sehnen, Kapseln, Bänder, Muskeln) in Form von manuellen Dehnungstechniken und Friktionen.
Manipulation: Gezielte Impulse mit hoher Geschwindigkeit zur Wiederherstellung der gestörten Gelenkfunktion

Manuell = mit den Händen

Behandlung umfasst
Kontakt,
Berührung
und Absicht.
Je höher die Achtsamkeit
und das Wissen ist,
umso zufriedenstellender
wird das Ergebnis
(W. Maier-Léger 2010)

 

Indikation

Bewegungseinschränkungen jeder Art an der Wirbelsäule, dem Brustkorb, dem Becken und in allen Gelenken von Armen und Beinen.
Akute plötzlich auftretende Schmerzzustände wie „Hexenschuss“, „steifer Hals“, durch bestimmte Bewegungen auszulösende Schmerzen
Beklemmungsgefühle und Stiche im Brustkorb.
Hinweis: Häufig werden Rippenblockierungen mit Erkrankungen innerer Organe verwechselt, weil die Schmerzeinstrahlung rund um den Brustkorb geschieht.
Chronische wiederkehrende Syndrome des Skelettsystems, begleitet von muskulärem Hartspann.
Alle Formen von Arthrosen im Skelettsystem.
Entlastung der Wirbelsäule, Hüften, Knie, Füße, Schulter, Ellenbogen, Daumen- und Fingergelenke
Wiederherstellung der Beweglichkeit nach Operationen gezielt und schonend zusätzlich zu den aktiven Maßnahmen
Kiefergelenkserkrankungen (CMD)

 

Information

Die Behandlung mit Manueller Therapie erfordert eine Weiterbildung der Therapeutin mit Prüfung.
Die Zertifizierung wird von den Krankenkassen vorgenommen.
Manuelle Therapie wird vom Arzt verordnet.
Wärmetherapie in Form von Moor, Warmpackungen oder Heißer Rolle schaffen günstige Voraussetzungen für die Entspannung des Gewebes.
Manuelle Therapie kann als Prävention auch privat in Anspruch genommen werden.
Behandlungsdauer: 15 bis 25 Minuten
Fragen Sie bei uns nach!

 

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